Gut zu wissen

Lichtstrahlen, die durch das orangefarbene Laub fallen, der Duft von Kiefernwäldern in der Nase und nebelverhangene Täler bei Sonnenaufgang: Ein Roadtrip im Herbst bringt euch stimmungsvolle Szenerien und tolle Ausflüge in die Natur. Was gibt es für Campingfans im Herbst Schöneres, als nach einem erlebnisreichen Tag mit einer heißen Tasse Tee und dicken Socken an den Füßen im Wohnmobil zu sitzen, während der Regen leise aufs Dach prasselt? Damit ihr für eure Wohnmobilreise im Herbst bestens gerüstet seid, haben wir die wichtigsten Tipps für herbstliche Roadtrips zusammengestellt.
Camping ist auch im Herbst noch möglich und bringt euch den Vorteil, dass auf den Campingplätzen weniger los ist und ihr so von ruhigeren Herbsttagen profitiert. Mit etwas Glück könnt ihr sogar das eine oder andere Schnäppchen machen. Nicht nur die Unterkünfte sind in der Nebensaison meist günstiger, auch die Campermieten sind oft niedriger. Außerdem bieten viele Vermietungen kürzere Mindestmietdauern für Wohnmobile an. Somit findet ihr auch Camper für kurze Wochenendausflüge. Da die Nachfrage nach Campingreisen im Herbst zudem geringer ist, könnt ihr oft auch auf kurzfristige Angebote zurückgreifen. Das gilt sowohl für euren Wunschcamper, als auch für Campingplätze oder Ausflugsziele.
Auch wenn die Campingplätze im Herbst deutlich leerer sind, solltet ihr euch im Vorfeld schon einmal einige Plätze heraussuchen. Vor allem kleinere Campingplätze haben oft nur saisonal geöffnet. Bedenkt zudem, dass der September vielerorts noch zur Zwischensaison zählt und Stellplätze womöglich im Voraus reserviert werden müssen. Dennoch seid ihr mit eurem Camper höchst flexibel, denn wenn der Wetterbericht eher düster aussieht, zieht ihr einfach auf einen anderen Platz um. Wenn ihr euch für einen Wohnmobilstellplatz entscheidet, solltet ihr diesen bereits bei Tageslicht ansteuern. So umgeht ihr, im Dunkeln Verbotsschilder oder Gefahrenstellen zu übersehen.
Wenn draußen die Temperaturen sinken, machen wir es uns drinnen mollig warm. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten. Ähnlich wie in eurer Wohnung bedeutet Regenwetter mehr Luftfeuchtigkeit. Um Schimmel und Feuchtigkeit vorzubeugen, solltet ihr daher auch im Camper regelmäßig heizen und lüften. Dabei kommen zahlreiche Camper praktischerweise mit einer Standheizung daher. Auf dieses Ausstattungsmerkmal solltet ihr bei Reisen in der Nebensaison beziehungsweise in kalte Regionen nicht verzichten. Solange die Temperaturen draußen noch nicht weit unter null Grad gefallen sind, stellt ihr eure Standheizung auf eine niedrige Stufe und lasst sie konstant durchheizen.
Nicht immer bedeutet Urlaub im Herbst auch gleich goldenes Herbstlaub, kühle Nächte und Regentage. Je nach Geschmack könnt ihr ihn auch mit einer Prise nordischen Flairs oder spätsommerlichen Temperaturen würzen: Herbstreisen sind abwechslungsreich wie das Wetter selbst. Dabei wählt ihr ganz nach euren Vorlieben aus, ob ihr den Sommer an der französischen Mittelmeerküste verlängern möchtet, durch das goldene Bergpanorama der Alpen fahrt oder doch lieber den Winter in Nordskandinavien begrüßt. Wir empfehlen euch nachfolgend die besten Regionen für euren herbstlichen Roadtrip. In unserem Reisewelt-Artikel findet ihr übrigens die 18 besten Campingplätze in den beliebtesten Ländern.
Laue Strandabende, während daheim die grauen Wolken und Nieselregen die Stimmung drücken? In Italien und Co. könnt ihr an den schönsten Stränden Europas den Sommer verlängern und bei milden Temperaturen noch einmal ins Wasser hüpfen. Welche Badespots ihr dabei nicht verpassen dürft, haben wir euch in unserem Reiseblog bereits herausgesucht. Also Schwimmflügel eingepackt und los geht’s.
Milde Herbsttage locken bei buntem Blätterdach zu fantastischen Ausflügen in die Natur. Gespickt mit dem ein oder anderen Wellnessangebot, lässt sich so eine entspannende Wohnmobilreise planen. Abseits der vollen Hauptsaison könnt ihr mit etwas Glück dennoch einige warme Tage bei rund 20 Grad erwischen. Mitten in der Weinlese erwarten euch daher zahlreiche saisonale Feste, die eure Tour zu einer wahren Genussreise machen.
Die ersten dicken Schneeflocken, frostige Nächte und kuschelige Lagerfeuer: Auch das ist Herbst. Wenn ihr bereits im Oktober nach winterlichen Szenarien sucht, seien euch die nordischen Länder wie Norwegen oder Kanada ans Herz gelegt. Hier läutet ihr beim ersten Schnee des Jahres den Winter ein. So können sich Wintersportfans bereits im Herbst auf die Piste stürzen.
Spätestens mit der Zeitumstellung Ende Oktober solltet ihr euch auf deutlich schlechtere Straßenverhältnisse einstellen. Gerade mit einem unbekannten Mietwohnmobil gilt es daher dann besonders besonnen zu fahren. Bedenkt, dass euer Camper deutlich witterungsanfälliger ist und ihr in diesem sowohl Wind, Regen als auch Glätte stärker spüren könntet, als im deutlich kleineren Pkw. Alle wichtigen Neuheiten solltet ihr daher im Hellen kennenlernen. Damit es zu keinen Missgeschicken kommt, empfehlen wir Campingneulingen, die ersten Nächte auf dem Campingplatz zu verbringen. Ideal ist es, wenn ihr diesen bereits bei Tageslicht erreicht.
Bei Fragen bezüglich technischer Zusatzausstattungen wie Standheizung und Co. kann euch das Servicepersonal eurer Mietstation weiterhelfen. Im Notfall gibt es aber sicherlich auch benachbarte Camperinnen und Camper, die ein ähnliches Modell nutzen. Auch die Mitarbeitenden auf den Campingplätzen kennen sich oftmals mit gängigen Wohnmobilen aus.
Was in der Wohnung geht, ist auch im Camper möglich. Coziness, also Gemütlichkeit, ist hier das Schlagwort! Denn wer macht es sich nach einem Herbstspaziergang nicht gern gemütlich? Nur weil ihr euch ein Wohnmobil mietet, heißt das nicht, dass ihr dem Fahrzeug nicht eure eigene Note verpassen könnt. Packt Lichterketten, eure Lieblingsdecke und Kuschelsocken ein, um euch ganz wie Zuhause zu fühlen. Eine Pflanze bietet sich auch an, um dem Camper mehr Persönlichkeit einzuhauchen. Besonders gut eignen sich übrigens Kräutertöpfe aus dem Supermarkt, die gleichzeitig noch für die Extraportion Frische beim Kochen sorgen.
Wer auf Kerzen nicht verzichten möchte, für den empfehlen sich im Wohnmobil besonders LED-Kerzen. Diese erzeugen eine ähnliche Lichtstimmung und ihr könnt davon absehen, mit offenem Feuer im Wohnmobil zu hantieren. Lichterketten mit warmem, eher rötlichem Licht sorgen für eine hyggelige Atmosphäre. Besonders heimelig wird es, wenn ihr euer Wohnmobil mit einem kuscheligen Läufer ausstattet. Vor allem im Wohn- und Schlafbereich sorgt er nicht nur für Bequemlichkeit, sondern isoliert den Boden zusätzlich gegen eindringende Kälte und wärmt die Füße.
„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“: Mit Omas Worten im Kopf meistert ihr euren Roadtrip bravourös. Je nach Reiseziel kann es aber sein, dass ihr euch auf die verschiedensten Szenarien einstellen müsst. Von sommerlichen Temperaturen bis zu eisigen Nächten kann euch im Herbst alles erwarten. Neben den üblichen Verdächtigen wie Regenjacke oder Handschuhen solltet ihr vor allem auch auf Thermowäsche und Softshell setzen. Unverzichtbar ist jedoch spezielle Outdoor-Bekleidung. Diese trocknet schnell und ist oft durch abnehmbare Extras flexibel nutzbar. Somit spart ihr nicht nur Platz in den Schränken, sondern müsst nasse Kleidung nicht lange im Wohnraum zum Trocknen aufhängen.
Alles, was ihr zum Thema Packliste für euren Campingurlaub wissen müsst, haben wir euch bereits in einem unserer Reisewelt-Artikel zusammengefasst. Auch nützliche Hinweise zur passenden Reiseapotheke findet ihr bei uns. Folgende Dinge sollten aber auf jeden Fall ihren Weg in euer Wohnmobil finden:
Nicht nur die richtige Kleidung ist ausschlaggebend für einen entspannten Herbsturlaub, auch die Wahl des Wohnmobils solltet ihr entsprechend der zu erwartenden Temperaturen in eurem Urlaubsland treffen. Steuert ihr eine Region an, in der mit viel Niederschlag zu rechnen ist, solltet ihr ein Fahrzeug mit einem möglichst großen Aufenthaltsbereich wählen. So habt ihr die Möglichkeit, verregnete Tage im Camper zu verbringen, ohne den ganzen Tag im Bett liegen zu müssen. Für bis zu zwei Personen eignen sich daher große Campervans besonders gut. Familien sollten auf ausreichend Platz achten und lieber zum teilintegrierten Wohnmobil oder einem Wohnmobil mit Alkoven greifen.
Wenn ihr eher gen Süden fahrt, könnt ihr getrost auf Extras wie Sonnenschutzmarkisen und kleinere Fahrzeuge setzen. Zusatzausstattungen wie Dach- oder Heckboxen sind vor allem in trockenen Regionen nützlich, da sie Stauraum aus dem Camper nach draußen verlagern. Wer jedoch einmal bei starkem Regen in die Dachbox musste, wird bei der nächsten Reise den Stauraum im Inneren zu schätzen wissen.
Wenn es draußen ungemütlich ist, braucht es drinnen Abwechslung. Neben einem guten Buch und der Lieblingsserie auf dem Tablet gibt es aber noch zahlreiche Beschäftigungen, die sich für Erwachsene oder Familien im Camper anbieten. Achtet dabei auf möglichst einfache Spiele, die platzsparend im Aufbau sind. Karten- und Wortspiele wie Tabu lohnen sich daher besonders. Auch Brettspiele sind ideal für Wohnmobilreisen.
Wie ihr euch sonst noch die Zeit im Wohnmobil vertreiben könnt:
Wer etwas praktischer unterwegs ist, kann natürlich auch die Reiseroute für den nächsten Tag planen.
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