Roadtrip

Australien ist ein absolutes Bucket-List-Ziel: Der rote Kontinent verbindet spektakuläre Natur und entrückte Landschaften mit spannender Kultur und angesagten Städten. Die Weite des Landes lässt sich am besten auf einem Roadtrip mit einem Camper erleben – das sehen übrigens auch die campingverrückten Aussies so. Kein Wunder also, dass es im ganzen Land zahlreiche Campingplätze von einfach und naturnah bis hin zu komfortabel und familienfreundlich gibt. Wir haben euch einige Top-Spots für den Campingurlaub in Down Under herausgesucht.
In welche Region soll's gehen?
Northern Territory | Queensland | New South Wales | Victoria | South Australia | Western Australia | Tasmanien
Wenn ihr mit dem Camper durch das Northern Territory reist, kann es vor allem im Süden Stunden geben, in denen ihr keinem anderen Fahrzeug auf der Straße begegnet. Das rote Herz Australiens ist absolut faszinierend und beherbergt mit dem Uluru das Wahrzeichen eines ganzen Kontinents. Der Inselberg ragt majestätisch über die Landschaft und es verwundert nicht, dass die Aborigines den Berg als heilig verehren. Ähnlich faszinierend sind der Watarrka-Nationalpark sowie der West-MacDonnell-Nationalpark in der Nähe der Wüstenstadt Alice Springs.
Der Kontrast des sogenannten Red Centres zum nördlichen Northern Territory könnte kaum größer sein: Im Norden trifft das Outback auf die Tropen, plötzlich weichen gedrungene Sträucher dem Regenwald und ihr lernt eine weitere Facette Australiens kennen. Hier findet ihr auch viele Möglichkeiten, den Camper über Nacht abzustellen. Vor allem den Kakadu-Nationalpark, der als einer der schönsten Nationalparks im Land gilt, dürft ihr nicht verpassen: Regenwald, Wildtiere, Wasserfälle, Savanne und Jahrtausende alte Felsmalereien warten darauf, von euch entdeckt zu werden.
zahlreiche Stellplätze mit und ohne Stromanschluss
Gemeinschaftsküche und Waschmaschinen vorhanden
Gelände mit Pool und Spa-Bereich
Must-See: Katherine Hot Springs, Nitmiluk-Nationalpark
Outback-Campingplatz nahe dem Stadtzentrum
Grillbereich mit Außenküche
Swimmingpool und Internetzugang
Must-See: West-MacDonnell-Nationalpark, Reptile Centre
komfortabler Buschcampingplatz am Fluss
Krokodil- und Vogelbeobachtungen möglich
geführte Angeltouren mit Locals buchbar
Must-See: Litchfield-Nationalpark, Daly River
Campingplatz auf riesigem Farmgelände
Toiletten, Duschen und Waschmaschinen vorhanden
Swimmingpool und angeschlossenes Café
Must-See: Kings Canyon, Kathleen Springs
Queensland im Nordosten Australiens ist mit der fünffachen Fläche Deutschlands der zweitgrößte Bundesstaat des Landes. Allein hier könnt ihr mit dem Camper also Wochen verbringen. Untrennbar mit Queensland verbunden ist das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt. Beim Tauchen und Schnorcheln könnt ihr die atemberaubende Unterwasserwelt erkunden und das schützenswerte Ökosystem näher kennenlernen. Hier befinden sich zudem die berühmten Whitsunday Islands mit ihren paradiesischen Stränden.
Doch nicht nur unter Wasser verzaubert Queensland seine Besucherinnen und Besucher. Am Broken River im tropischen Eungella-Nationalpark könnt ihr Schnabeltiere beobachten, im Carnarvon-Nationalpark beeindrucken mächtige Farne und immer wieder trefft ihr auf Felsmalereien der Aborigines. Ganz im Süden Queenslands wartet mit Brisbane zudem eine moderne und entspannte Großstadt. Etwas außerhalb von Brisbane befindet sich die Weinregion Southern Queensland Country, ein Paradies für Genießerinnen und Genießer.
kleiner Outback-Campingplatz
Toiletten, Duschen und Waschmaschinen vorhanden
drei und vier Nächte zum Preis von zweien
Must-See: Lake Dunn, Gray Rock
48 Hektar großes Grundstück
malerische Stellplätze direkt am Fluss
Toiletten und warme Duschen vorhanden
Must-See: Cathu State Forest Lookout, Cameron’s Pocket Swimming Hole
Stellplätze mit Stromanschluss
zum Teil private Duschen und Toiletten
Wasserpark, Outdoor-Kino und Sportangebote
Must-See: Great Barrier Reef, Whitsunday Islands
überdachte Grillplätze vorhanden
warme Duschen und Münzwaschmaschinen
Campingplatz in Strandnähe
Must-See: Point Lookout, Brisbane
Wenn ihr nach New South Wales reist, führt kein Weg an Sydney vorbei. Die Stadt vereint Museen von Weltrang, ruhige Parks, ikonische Architektur und Kulinarik zum Niederknien. Abgerundet wird alles von herrlichen Stränden. Vor den Toren der Stadt liegen die Blue Mountains. Hier haben Flüsse über die Jahrmillionen tiefe Täler in den Sandstein gegraben und Eukalyptusbäume prägen die Vegetation. Zahlreiche, meist recht kleine Stellplätze laden in den Blue Mountains zum Übernachten ein.
Im Süden liegen die Snowy Mountains. Im Winter liegt dort genug Schnee, um Wintersport zu betreiben, während im Sommer wundervolle Wanderrouten Reisende anziehen. Im Norden hingegen erstrecken sich lange Sandstrände, die zu den besten Surfspots der Welt gehören. Besonders die entspannte Küstenstadt Byron Bay gilt als Surf-Mekka. Die Küste von New South Wales lädt darüber hinaus zum Schwimmen und Whale Watching ein. Der Westen des Bundesstaats ist eher vom Outback geprägt. Dort verzaubert etwa die skurrile Landschaft der Willandra-Seenregion.
Campingplatz mit direktem Strandzugang
kostenloses WLAN
Gemeinschaftsküche sowie Toiletten und Duschen
Must-See: Byron Bay, Nightcap-Nationalpark
Stellplätze auf familienfreundlichem Farmgelände
Toiletten und Trinkwasser vorhanden
Verkauf von Bio-Produkten der Farm
Must-See: Canberra, Beowa-Nationalpark
familiengeführter Outback-Campingplatz
Toiletten und Open-Air-Dusche
Verpflegungs- und Wellnessangebote
Must-See: Cobar, Cobar Sound Chapel
Strandcampingplatz im Nationalpark
wild lebende Kängurus auf dem Gelände
naturnahe und sehr ruhige Anlage
Must-See: Charles Hamey Lookout, Port Macquarie
Mit der Great Ocean Road verfügt Victoria über eine der berühmtesten Straßen für Roadtrips. Auf eurem Campertrip könnt ihr zwischen Torquay, dem Zentrum der australischen Surfindustrie, und Allansford einer der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt folgen und immer wieder atemberaubende Ausblicke auf das Meer genießen. Steilküsten treffen auf grünes Hinterland und malerische Strände auf wilde Klippen. Der bekannteste Abschnitt sind die Twelve Apostles, die fast schon sinnbildlich für Australiens Küste stehen.
Abgesehen von der malerischen Küste bietet Victoria seinen Besucherinnen und Besuchern beeindruckende Gebirgslandschaften. So etwa die Grampians mit ihren Wasserfällen und Felsformationen, die bei Kletterfans äußerst beliebt sind und zahlreiche Campingplätze bereithalten. In Victoria liegt mit Melbourne zudem eine der angesagtesten Städte der Südhalbkugel. Hier findet ihr Street Art, eine legendäre Gastroszene sowie massig Kunst und Kultur. Wenn ihr wieder in die Natur wollt, könnt ihr in den Dandenongs den Ausblick auf die Stadt genießen oder im Yarra-Ranges-Nationalpark auf dem Skywalk den Regenwald aus einer neuen Perspektive kennenlernen.
viele Stellplätze direkt am Wasser
Spielplätze, Schwimmmöglichkeiten und Anleger
Zentrum von Mallacoota fußläufig erreichbar
Must-See: Croajingolong-Nationalpark, Genoa Peak
naturnaher Campingplatz im Nationalpark
Toiletten, Warmwasser und Waschmaschinen
Ausgangspunkt für spektakuläre Wanderungen
Must-See: Pillar Point Lookout, Mount Oberon
Campingplatz am Fluss nahe Melbourne
Gemeinschaftsküche mit Kühlschrank und Grill
Fluss ideal zum Schwimmen und Paddeln
Must-See: Melbourne, Yarra-Ranges-Nationalpark
einfacher und idyllischer Buschcampingplatz am See
Trockentoiletten vorhanden
perfekt für Wildtierbeobachtungen
Must-See: Hattah-Kulkyne-Nationalpark
South Australia ist extrem abwechslungsreich. Beeindruckende Küstenregionen mit Weinbergen und Steilklippen treffen auf die endlose Weite des Outbacks. Die Bergarbeiterstadt Coober Pedy ist Pflichtprogramm bei einem Besuch im Bundesstaat. Bei der Fahrt ins Herz South Australias geht es durch beeindruckende und menschenleere Ebenen. Der kleine Ort an sich ist bekannt für den Opalabbau und seine Wohnhöhlen, in denen es auch in der größten Hitze angenehm kühl bleibt. Der Kanku-Breakaways Conservation Park ein paar Kilometer nördlich sorgt mit seiner entrückten Felslandschaft zudem für einmalige Fotomotive.
An der Küste zeigt sich South Australia von einer anderen Seite: Hier cruist ihr im Camper bei mediterranem Klima durch sanfte Weinberge und Obstanbaugebiete. Vor allem das Barossa Valley ist international bekannt und beherbergt zahlreiche Weingüter. Mal ist die Landschaft an der Küste idyllisch grün, mal geht es an erloschenen Vulkanen wie dem Mount Gambier vorbei und dann fahrt ihr auf der längsten geraden Straße Australiens über knapp 150 Kilometer durch die Nullarbor-Ebene. Diese Straße ist übrigens der von AC/DC besungene „Highway to Hell“.
Campingplatz direkt am Meer
Sportangebot: Minigolf, Basketball, Volleyball
Swimmingpool und warme Duschen
Must-See: Innes-Nationalpark, Ardrossan
Campingplatz auf Schaffarm
geführte Geländewagen-Touren buchbar
einige Stellplätze mit Privatbädern
Must-See: Flinderskette, Blinman Mine
einfacher Campingplatz auf Spendenbasis
Spültoiletten und Waschmöglichkeiten
nahe einer 24 Stunden geöffneten Tankstelle
Must-See: traditioneller Pub im Kingoonya Hotel
schattiger Campingplatz in Weinregion
perfekt für kurze Aufenthalte von bis zu 72 Stunden
Toiletten vorhanden
Must-See: Langhorne Creek, Adelaide
Western Australia ist der größte australische Bundesstaat, dabei aber äußerst dünn besiedelt. Ausgangspunkt für Touren in die endlose Weite von Western Australia ist Perth. Die recht entspannte Metropole zählt zu den lebenswertesten Städten der Welt und bevor ihr euren Camper abholt, gehören ein paar Tage zwischen Parks, köstlichem Essen und hübschen Küstenvororten zum Pflichtprogramm. Außerdem könnt ihr auf Rottnest Island nicht nur in klarstem Wasser schnorcheln, sondern auch niedliche Quokkas beobachten.
In Westaustralien erschließen endlose Straßen eine unwirklich schöne Landschaft zwischen Traumstränden, wildem Outback und faszinierenden Gesteinsformationen wie dem wellenförmigen Wave Rock. Die Regionen Kimberley und Pilbara sind von extremen Temperaturen geprägt. Meist ist die Landschaft felsig und trocken, doch in Schluchten wachsen dennoch Regenwaldbestände. Gerade hier gibt es viele Campingplätze, die von Aborigines geführt werden. Der North West Coastal Highway erschließt hingegen einen großen Teil der Küste des Bundesstaats und führt etwa an der berühmten Shark Bay vorbei. Entlang des Highways haben sich viele Roadhouses auch auf Camperinnen und Camper eingestellt.
komfortabler Campingplatz in Küstenstadt Mandurah
beheizter Swimmingpool mit Wasserrutsche
Food Trucks auf Parkgelände
Must-See: Weinregion Peel, Giants of Mandurah
moderner Campingplatz mit Pool
organisierte Touren zum Mount Augustus
Tankstelle, kleiner Shop und Restaurant
Must-See: Mount Augustus, Kennedy Range
Campingplatz in Australiens einziger Klosterstadt
einfache Sanitärbereiche mit Duschen
Roadhouse mit Speisenangebot in der Nähe
Must-See: New Norcia Monastery
familienfreundlicher Campingplatz
moderne Anlage mit Warmwasser und Toiletten
Pool, kleines Geschäft und kostenloses WLAN
Must-See: Shark Bay, Francois-Peron-Nationalpark
Tasmanien ist ein wahres Naturparadies. Weite Teile der Insel, die südlich vom australischen Festland liegt, stehen unter Naturschutz und bilden das UNESCO-Welterbe „Tasmanische Wildnis“. Auf einer Camperrundreise erkundet ihr die Natur Tasmaniens flexibel und profitiert von der gut ausgebauten Campingplatzinfrastruktur. Tasmanien beherbergt subtropische wie gemäßigte Regenwälder, weiße Strände, schneebedeckte Berge und eine einzigartige Tierwelt. Auch als Genussreiseziel ist die größte australische Insel mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde.
Gerade der Westen und Südwesten Tasmaniens sind eine größtenteils unberührte Wildnis mit wenigen Straßen. Berge und Seen prägen das Landschaftsbild und Wälder laden zum Wandern ein. An der Westküste wird in kleinen Fischerorten frisches Seafood zu lokalen Weißweinen serviert. Die Bay of Fires im Nordosten verzaubert hingegen mit langen weißen Stränden, türkisem Wasser und orangefarbenen Felsblöcken. In der Nähe der sehenswerten Inselhauptstadt Hobart liegt zudem der Tasman-Nationalpark, dessen Küstenlandschaft schlicht atemberaubend ist.
idyllische Stellplätze am Fluss
Campingplatz mitten im UNESCO-Welterbe
Toiletten, warme Duschen und Waschmaschinen
Must-See: Russell Falls, Wanderwege im Nationalpark
kostenfreie Stellplätze direkt am Strand
Toiletten und Duschen vor Ort
kleiner Kinderspielplatz zum Toben
Must-See: Green Point Beach, Felsbilder in der Umgebung
kostenfreier Campingplatz im Nationalpark
Toilette und Trinkwasser vorhanden
vor allem für Campervans geeignet
Must-See: Jacob’s Ladder, Ben Lomond Alpine Resort
Campingplatz in idyllischem Küstenort
angeschlossenes Restaurant
einige Stellplätze mit privatem Bad
Must-See: Bay of Fires, Halls Falls
In Australien lassen sich Wohnmobile in der Regel ab einem Mindestalter von 21 Jahren mieten. Teilweise sind auch Angebote ab 18 Jahren zu finden. In den allermeisten Fällen müsst ihr jedoch seit mindestens zwei Jahren im Besitz eines Führerscheins sein. Unabhängig von der Größe des Wohnmobils braucht ihr in Australien eine Fahrerlaubnis der Klasse B. Zusätzlich zum nationalen Führerschein wird auch der internationale Führerschein benötigt.
In Australien ist Wildcampen nicht verboten und wird meist geduldet. Nicht gestattet ist frei stehen innerhalb von Ortschaften, am Straßenrand oder auf Privatgrundstücken, wenn der Eigentümer oder die Eigentümerin keine ausdrückliche Erlaubnis ausgesprochen hat. Verbotsschildern solltet ihr unbedingt Folge leisten, da die lokalen Behörden Zuwiderhandlungen in der Regel streng verfolgen. In Australien gibt es zudem auch zahlreiche großflächige Campingplätze in der freien Natur, auf denen durchaus Wildcamping-Gefühl aufkommt.
Zunächst solltet ihr beachten, dass in Australien Linksverkehr herrscht. Deswegen ist es sinnvoll, über ein Wohnmobil oder einen Van mit Automatikgetriebe nachzudenken. Weitere Tipps für das erste Mal im Linksverkehr haben wir euch in einem eigenen Artikel zusammengestellt. Die meisten Verkehrsschilder sind entweder denen in Deutschland recht ähnlich oder durch Abbildungen selbsterklärend. Lediglich einige Gefahrenschilder wie „Grid“ (Metallgitter auf der Fahrbahn) oder „Ford“ (überflutete Straße) solltet ihr vorab kennen.
Das müsst ihr auf australischen Straßen beachten:
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